SEO & Sichtbarkeit 12. Mai 2026 · 4 Min Lesezeit · von Marco Schulz

Backlinks aufbauen Schweiz: 3 vergessene Quellen

Backlinks aufbauen Schweiz – Strategische Linkquellen für KMU
Foto: Bernhard via Unsplash

Backlinks aufbauen in der Schweiz: Warum die üblichen Wege zu kurz greifen

Die meisten Ratgeber zum Thema Linkbuilding sind auf den deutschsprachigen Raum ausgerichtet – und meinen damit vor allem Deutschland. Für Schweizer KMU greift das zu kurz. Wer hierzulande Backlinks aufbauen will, braucht eine Strategie, die den lokalen Markt, die föderale Struktur und die Besonderheiten der Schweizer Medien- und Vereinslandschaft versteht. Denn genau dort verstecken sich die wertvollsten Linkquellen – weitgehend ungenutzt von der Konkurrenz.

Dieser Artikel zeigt Ihnen drei konkrete Quellen, die Schweizer Unternehmen regelmässig übersehen, und erklärt, wie Sie diese systematisch anzapfen können. Keine gekauften Links, keine grauen Methoden – sondern nachhaltiger Linkaufbau, der auch nach dem nächsten Google-Update standhält.

Wie kann ich Backlinks aufbauen – und womit fange ich an?

Bevor wir zu den vergessenen Quellen kommen, lohnt sich eine kurze Standortbestimmung. Backlinks aufbauen bedeutet: andere Websites dazu bringen, einen Link auf Ihre Domain zu setzen – idealerweise themenrelevant, redaktionell eingebettet und von einer Seite mit echter Autorität. Die klassischen Wege sind Gastbeiträge, Pressemitteilungen und Verzeichniseinträge. Diese funktionieren, werden aber von nahezu allen Mitbewerbern genutzt. Der Hebel liegt heute darin, Quellen zu erschliessen, die Ihre Konkurrenten schlicht nicht auf dem Radar haben.

Eine sinnvolle Grundregel: Starten Sie mit Quellen, zu denen Sie bereits eine echte Beziehung haben oder glaubwürdig aufbauen können. Ein Link, der sich natürlich ergibt, ist nicht nur sicherer – er ist auch einfacher zu bekommen.

Quelle 1: Schweizer Verbände, Kammern und Branchenorganisationen

Die Schweiz ist ein Land der Verbände. Ob Handelskammer, Gewerbeverband, Branchenvereinigung oder kantonale Wirtschaftsorganisation – fast jedes KMU ist in mindestens einem dieser Netzwerke aktiv oder könnte es sein. Was viele nicht wissen: Die meisten dieser Organisationen betreiben eigene Websites mit hoher Domain-Autorität und verlinken regelmässig auf Mitgliedsunternehmen, Partnerseiten oder Fachbeiträge.

Konkret bedeutet das: Melden Sie sich aktiv in einem Verband, der zu Ihrer Branche passt. Bieten Sie an, einen Fachbeitrag für das Verbands-Newsletter oder den Website-Blog zu verfassen. Oder engagieren Sie sich in einem Arbeitskreis und lassen Sie sich als Experte verlinken. Verbände wie der Schweizerische Gewerbeverband (sgv), kantonale Handelskammern oder Branchenverbände wie ICT-Switzerland verfügen über Domains mit langer Geschichte und echtem Vertrauen bei Google. Ein einziger Backlink von einer solchen Quelle kann mehr bewirken als ein Dutzend Links aus generischen Verzeichnissen.

Quelle 2: Lokale Medien, Stadtblätter und Regionalportale

Wer in der Schweiz Backlinks aufbauen möchte, unterschätzt systematisch die Kraft der regionalen Medienlandschaft. Neben den grossen Titeln existieren Hunderte von lokalen Stadtblättern, Gemeindezeitungen, Regionalportalen und Online-Magazinen – viele davon mit solider Domain-Autorität und echter lokaler Leserschaft.

Der Schlüssel ist Relevanz: Ein Artikel über Ihre Teilnahme an einem lokalen Event, eine Experteneinschätzung zu einem regionalen Thema oder eine Meldung über Ihre Unternehmensgeschichte ist für diese Medien interessanter als für überregionale Titel. Kontaktieren Sie Redaktionen direkt, bieten Sie einen konkreten Aufhänger und stellen Sie sicher, dass Ihre Website-URL im Online-Artikel erscheint.

Besonders wirkungsvoll: Sponsoring von Vereinsveranstaltungen oder lokalen Initiativen, die anschliessend online über die Veranstaltung berichten. Viele Vereine führen auf ihrer Website eine Liste der Sponsoren – mit Link. Das ist kein bezahlter Backlink im SEO-Sinne, sondern eine natürliche, themenrelevante Erwähnung.

Quelle 3: Hochschulen, Berufsschulen und Forschungsinstitute

Edu-Links – also Backlinks von Bildungseinrichtungen – gelten seit Jahren als besonders wertvoll. In der Schweiz existiert ein dichtes Netz an Fachhochschulen (FH), Universitäten und Berufsschulen, das von den meisten KMU im Linkbuilding völlig ignoriert wird.

Wie kommen Sie an solche Links? Drei Wege haben sich in der Praxis bewährt:

  • Praktikums- und Ausbildungspartnerschaften: Viele Bildungsinstitutionen listen ihre Praxispartner auf ihrer Website. Bieten Sie Praktikumsplätze an und fragen Sie aktiv nach einem Eintrag mit Link.
  • Gastvorträge und Lehraufträge: Wenn Sie als Fachperson an einer FH oder Berufsschule auftreten, werden Sie häufig auf der Veranstaltungsseite verlinkt.
  • Kollaborative Studien oder Praxisprojekte: Arbeiten Sie mit Studierenden an einem realen Projekt aus Ihrem Unternehmen. Die Ergebnisse werden oft auf der Institutswebsite veröffentlicht – mit Quellenangabe und Link.

Gerade FH-Websites wie die der ZHAW, der BFH oder der OST verfügen über exzellente Domain-Werte. Ein Backlink von dort ist schwer zu replizieren und damit langfristig wettbewerbsrelevant.

Wie viel kostet ein Backlink – und lohnt sich der Kauf überhaupt?

Gekaufte Backlinks kosten in der Schweiz je nach Qualität zwischen CHF 150 und CHF 800 pro Link – manchmal mehr. Das klingt nach einer schnellen Lösung, birgt aber erhebliche Risiken: Google erkennt unnatürliche Linkmuster zunehmend zuverlässig, und eine manuelle Abstrafung kann Ihre Rankings auf Monate hinaus zerstören. Die drei oben beschriebenen Quellen liefern Links, die Google als hochwertig und organisch einstuft – ohne Risiko und oft ohne direkte Kosten. Der Aufwand liegt in der Beziehungspflege, nicht im Budget.

Backlinks aufbauen Schweiz: So kombinieren Sie die drei Quellen strategisch

Die grösste Wirkung entfalten diese Quellen, wenn Sie sie kombiniert und planmässig angehen. Erstellen Sie eine einfache Übersicht: Welche Verbände sind für Ihre Branche relevant? Welche Regionalmedien berichten über Ihr Einzugsgebiet? Mit welchen Bildungsinstitutionen könnten Sie eine Partnerschaft eingehen? Setzen Sie sich ein realistisches Ziel – etwa zwei bis drei neue qualitative Backlinks pro Quartal – und priorisieren Sie Quellen mit dem höchsten Domain-Wert.

Ergänzend dazu lohnt es sich, bestehende Erwähnungen Ihrer Marke ohne Link aufzuspüren. Mit Tools wie Ahrefs oder dem kostenlosen Google Alert finden Sie Seiten, die Ihren Unternehmensnamen nennen, ohne zu verlinken. Eine freundliche Anfrage genügt oft, um aus einer Erwähnung einen Backlink zu machen.

Wenn Sie Ihre Backlink-Strategie für den Schweizer Markt professionell aufsetzen möchten, stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite. Werfen Sie einen Blick auf unsere SEO-Leistungen oder kontaktieren Sie uns direkt für eine unverbindliche Einschätzung Ihrer aktuellen Linksituation.

Fazit: Die besten Backlinks entstehen aus echten Beziehungen

Wer in der Schweiz nachhaltig Backlinks aufbauen will, muss nicht zwingend tief in die Tasche greifen. Verbände, lokale Medien und Bildungseinrichtungen sind drei Quellen, die organisch hochwertige Links liefern – und gleichzeitig Ihre Sichtbarkeit in der lokalen Wirtschaftsgemeinschaft stärken. Der entscheidende Vorteil gegenüber gekauften Links: Diese Verbindungen wachsen mit Ihrem Unternehmen und werden mit der Zeit wertvoller, nicht risikoreicher.

MS
Marco Schulz
Gründer Schulz Media · Sichtbarkeit, Webdesign und Systeme für Unternehmen
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